Wofür steht die Nächstenliebe im Alevitentum?
Nächstenliebe ist ein grundlegender Wert im Alevitentum und bildet das Herzstück des zwischenmenschlichen Handelns. Sie bedeutet, anderen mit Mitgefühl, Respekt und Hilfsbereitschaft zu begegnen – unabhängig davon, wer sie sind oder welchen Hintergrund sie haben. Alevitische Lehren betonen, dass wahre Frömmigkeit im Umgang mit dem Mitmenschen sichtbar wird: Wer anderen hilft, tröstet oder unterstützt, dient damit zugleich dem Göttlichen.
Nächstenliebe zeigt sich im Alltag durch Solidarität, Gastfreundschaft und das bewusste Bemühen, niemanden auszuschließen oder zu verletzen. Sie verlangt, Konflikte friedlich zu lösen, Schwache zu schützen und im Herzen Raum für Verständnis und Vergebung zu schaffen. Damit trägt sie zu einem harmonischen, menschlichen Miteinander bei und stärkt das Gefühl der Gemeinschaft.
Im Alevitentum bedeutet Nächstenliebe daher nicht nur emotionale Zuneigung, sondern eine aktive, verantwortungsvolle Haltung: den Menschen an die erste Stelle zu setzen und das Gute in der Welt zu vermehren.

