Die Zwölf Imame…

Sie sind die Ahl al-Bayt des Propheten Mohammed Mustafa.

Es sind die elf Nachkommen von Fatma-tüz Zehrâ (Hz. Fatima) und Şah-ı Merdan Ali (Hz.Ali), denen jeweils eine spirituelle Aufgabe verliehen wurde.

Der erste unter ihnen ist Imam Hasan, der letzte ist Imam Mohammed Mehdi.

Şah-ı Merdan Ali (Hz.Ali) selbst besitzt den Rang der Velâyet, nicht des Imams.

Da er jedoch ihr Ahnherr ist, wird er zusammen mit ihnen als Zwölf Imame erwähnt.

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Hinweis in Achtsamkeit und Respekt

Der folgende Text enthält Hinweise auf Leid, Gewalt und den Tod einzelner Imame. Diese Ereignisse haben im alevitischen Glauben eine tiefe spirituelle und emotionale Bedeutung. Für Kinder, Jugendliche und Menschen mit empfindsamer Seele können solche Inhalte belastend sein. Bitte begegnet dem Text mit Ruhe und entscheidet für euch selbst, ob ihr im Moment weiterlesen möchtet oder lieber gemeinsam mit einer vertrauten Person lesen wollt.

Wer war er?

Imam Ali war der Cousin und Schwiegersohn des Propheten Muhammad. Schon als Kind lebte er im Haus des Propheten und wurde von ihm erzogen. Er war der erste, der an die Sendung des Propheten glaubte, ihm folgte und sein Leben für ihn einsetzte. Mit ihm beginnt die Linie der Zwölf Imame und die spirituelle Grundlage des Alevitentums.

Was machte ihn aus?

Imam Ali war bekannt für sein Wissen, seinen Mut, seine Gerechtigkeit und seine Barmherzigkeit. Er teilte Reichtümer mit Bedürftigen und stellte die Armen über die Mächtigen. Er war ein außergewöhnlicher Redner, ein Denker, ein Kämpfer für Wahrheit und ein Beschützer der Schwachen. Viele seiner Beinamen – wie Murtaza (der Ausgewählte) – spiegeln seine besondere spirituelle Stellung wider.

Wofür stand er & seine Persönlichkeit

Imam Ali stand für Wahrheit, Gerechtigkeit, Mut, Liebe, Wissen und Demut. Er lehrte, dass wahre Größe im Dienst am Menschen liegt und dass Spiritualität aus Herz, Verstand und Handeln entsteht. Für Aleviten ist er der vollkommene Mensch – ein Vorbild für Charakter, Haltung und Menschlichkeit. Seine Persönlichkeit verbindet Stärke mit Mitgefühl und Glauben mit Weisheit.

Wer war er?

Imam Hasan war der älteste Sohn von Imam Ali und Hz. Fatma und damit der erste Enkel des Propheten Muhammad. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er das Imamet. Der Prophet zeigte ihm große Liebe, spielte mit ihm und nannte ihn und seinen Bruder „meine Söhne“. Er war derjenige, auf den die Nachfolge Alis überging, wie es Imam Ali selbst in seinem Vermächtnis bestimmte.

Was machte ihn aus?

Imam Hasan war bekannt für seine Sanftmut, Bescheidenheit, Weisheit und Friedensliebe. Obwohl er militärische Unterstützung hatte, entschied er sich bewusst gegen Krieg und Blutvergießen. Er schloss einen Friedensvertrag mit Muawiya, um das Leben der Menschen zu schützen – obwohl Muawiya später alle Bedingungen brach. Seine Entscheidung zeigt Mut auf einer anderen Ebene: den Mut zur Geduld und Verantwortung.

Wofür stand er & seine Persönlichkeit

Imam Hasan stand für Harmonie, Einheit, Schutz des Volkes, Würde und moralische Reinheit. Seine Persönlichkeit zeigt Jugendlichen, dass Stärke nicht immer Kampf bedeutet – sondern manchmal Nachsicht, Weisheit und das Wohl aller über das eigene Ego zu stellen. Er war ein Vorbild für Güte, Charakter und Mitgefühl.

Wer war er?

Imam Hüseyin war der jüngere Sohn von Ali und Fatma und wurde nach der Schahadat seines Bruders Hasan zum Imam. Er lebte in einer Zeit großer Unterdrückung durch Muawiya und dessen Sohn Yazid. Als Yazid von ihm verlangte, ihm die Treue zu schwören, weigerte sich Imam Hüseyin – denn dies hätte bedeutet, Unrecht, Unterdrückung und Korruption gutzuheißen. Seine Reise nach Kerbela begann, als er sich weigerte, sich der Tyrannei zu beugen.

Was machte ihn aus?

Imam Hüseyin blieb standhaft, obwohl er wusste, dass er und seine Familie getötet würden. In Kerbela wurde seine kleine Gruppe von einem gewaltigen Heer umzingelt, vom Wasser abgeschnitten und brutal angegriffen. Er verlor seine Gefährten, seine Söhne und schließlich sein eigenes Leben. Doch seine Haltung zeigte: Ehre ist größer als Angst, Wahrheit stärker als Gewalt, Gerechtigkeit wertvoller als das eigene Leben. Sein Opfer wurde zu einem Wendepunkt der Geschichte.

Wofür stand er & seine Persönlichkeit

Imam Hüseyin stand für Mut, Freiheit, Würde, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Hingabe. Er lehrt Jugendliche, dass man niemals schweigen soll, wenn Unrecht geschieht – selbst wenn man allein steht. Seine Persönlichkeit war mutig, liebevoll, rein und tief spirituell. Für Aleviten ist er das lebendige Symbol dafür, dass Wahrheit niemals besiegt werden kann, und dass Licht selbst in der dunkelsten Wüste weiterleuchtet.

Wer war er?

Imam Zeynel Abidin war der einzige männliche Überlebende aus der Familie Imam Hüseyins nach der Tragödie von Kerbela – er war an diesem Tag krank im Zelt und durfte deshalb nicht kämpfen. Sein Vater vertraute ihm die Fortführung der Linie und des Imamets an, damit der Weg der Ahl-i Beyt nicht erlischt. Er lebte in einer Zeit voller Schmerz, politischer Unterdrückung und Verfolgung, und dennoch hielt er das spirituelle Licht am Leben und bewahrte das Erbe Kerbelas.

Was machte ihn aus?

Imam Zeynel Abidin wirkte nicht durch Waffen oder politische Macht, sondern durch Spiritualität, Gebete, Mitgefühl und tiefe Gottesverbundenheit. Er war bekannt für seine demütigen Tränen, sein ehrliches Herz, seine Barmherzigkeit gegenüber Armen und Bedürftigen. Seine wichtigsten Werke – Sahife-i Seccadiye und Risalet’ül Hukuk – gehören zu den ältesten spirituellen und ethischen Texten des Islams. Er war ein Poet, ein Gelehrter, ein Erneuerer inneren Glaubens.

Wofür stand er & seine Persönlichkeit

Imam Zeynel Abidin stand für innere Stärke, Geduld, Dankbarkeit, Menschlichkeit und tiefste Spiritualität. Er zeigte Jugendlichen, dass wahre Größe nicht laut sein muss – manchmal ist sie still, heilend, sanft und voller Herz. Er bewahrte die Erinnerung an Kerbela und verwandelte Schmerz in Gebet, Trauer in Weisheit und Leid in Hoffnung. Für Aleviten ist er der Imam, der das Licht bewahrte, als die Welt dunkel war.

Wer war er?

Imam Muhammed Bakır war der fünfte Imam und lebte in einer Zeit, in der die politische Welt erschüttert war und sich Machtkämpfe zwischen Emeviten und Abbasiden entwickelten. Diese Situation gab ihm etwas Raum, um Wissen zu lehren und zu verbreiten. Er war bekannt dafür, religiöse, spirituelle und gesellschaftliche Themen tief zu erklären und für das Volk verständlich zu machen. Seine Stimme brachte Klarheit in eine Zeit, in der viele verwirrt, unterdrückt und orientierungslos waren.

Was machte ihn aus?

Imam Muhammed Bakır war ein Gelehrter von großem Rang. Sein Titel – Bakır – bedeutet, dass er das Wissen „aufschloss“, vertiefte und neu ordnete. Er erklärte die Lehren der Ahl-i Beyt systematisch und bildete Schüler aus, die das Wissen weitertrugen. Sein Bruder Zeyd erhob sich gegen die Unterdrückung in Küfe, doch Imam Bakır blieb besonnen und warnte vor einem aussichtslosen Blutvergießen. Er war ein ruhiger Führer, der verstand, wann Worte stärker sind als Schwerter.

Wofür stand er & seine Persönlichkeit

Imam Bakır stand für Bildung, Erkenntnis, Bewusstsein und inneres Wachstum. Er zeigte Jugendlichen, dass Wissen eine Macht ist – aber eine Macht, die heilt, aufklärt und befreit. Seine Persönlichkeit war ruhig, tiefgründig, nachdenklich und voller Güte. Für Aleviten ist er der Imam, der das Herz mit Verstand verband und den Glauben auf eine Grundlage von Wissen, Einsicht und Wahrheit stellte.

Wer war er

Imam Cafer i Sadik war der sechste Imam und lebte in der Zeit, in der die Umayyadenherrschaft fiel und die Abbasiden an die Macht kamen. Diese politische Veränderung öffnete einen kurzen Raum, in dem er lehren und Menschen bilden konnte. Er wurde zu einem bedeutenden religiösen Lehrer und viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen suchten sein Wissen. Selbst bekannte Gelehrte aus anderen Glaubensrichtungen nahmen Unterricht bei ihm.

Was machte ihn aus

Imam Cafer i Sadik war nicht nur Experte im Glauben, sondern auch in Naturwissenschaft, Philosophie, Ethik und gesellschaftlicher Ordnung. Er gründete eine Schule, in der Tausende lernten. Seine Lehren legten die Grundlage für das Verständnis von Alevitentum, Spiritualität, Gerechtigkeit und Wissen. Er lehnte Macht, Reichtum und politische Herrschaft ab und widmete sich Bildung und Wahrheit.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Cafer i Sadik stand für Wahrheit, Nachdenken, Erforschung der Welt, moralisches Verhalten und Bewusstsein. Er zeigte Jugendlichen, dass Glaube nicht blind ist, sondern mit Wissen wächst. Seine Persönlichkeit war ruhig, offen, freundlich und gerecht. Für Aleviten ist er der Imam, der Denken und Glauben vereinte und den Menschen lehrte, den Weg mit Herz und Verstand zu gehen.

Wer war er

Imam Musa i Kazım war der siebte Imam und lebte in einer Zeit, in der die Abbasiden wie die Umayyaden zuvor die Ahl i Beyt verfolgten. Er wurde wiederholt festgenommen, eingesperrt und isoliert, weil seine Präsenz und sein Einfluss vom Herrscher als Bedrohung wahrgenommen wurden. Trotzdem blieb er ein geistiger Bezugspunkt für die Gemeinschaft und ein Bewahrer des Wissens der Imame.

Was machte ihn aus

Imam Musa i Kazım war bekannt für seine Geduld, sein stilles Durchhaltevermögen und seine verborgene Fürsorge. Nachts brachte er Armen und Bedürftigen heimlich Hilfe, ohne seinen Namen zu nennen. Sein Leben war ein Beispiel dafür, wie man trotz Unterdrückung seine innere Reinheit behält und ohne Gewalt Wirkung entfaltet. Seine Worte lehrten, dass Weisheit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit auch im Schmerz bestehen.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Musa i Kazım stand für Geduld, Standhaftigkeit, Barmherzigkeit und inneren Frieden. Er zeigte Jugendlichen, dass Stärke nicht laut sein muss und dass Selbstbeherrschung ein Zeichen von Größe ist. Seine Persönlichkeit war bescheiden, mild, tief spirituell und gleichzeitig standhaft gegen Unrecht. Für Aleviten ist er der Imam, der mit Geduld die Flamme des Glaubens bewahrte, selbst im Dunkel des Gefängnisses.

Wer war er

Imam Ali Rıza war der achte Imam und lebte in einer Zeit, in der die Abbasiden versuchten, die Unterstützung der Aleviten und der Ahl i Beyt Anhänger zu kontrollieren. Memun ernannte ihn sogar offiziell zum Thronfolger, doch diese Entscheidung war politisch motiviert und löste große Spannungen aus. Während dieser Reise und politischen Inszenierung wurde Imam Ali Rıza vergiftet und damit aus dem Weg geräumt. Trotzdem blieb er für die Gemeinschaft ein Symbol für spirituelle Klarheit und Reinheit.

Was machte ihn aus

Imam Ali Rıza war bekannt für Freundlichkeit, Großzügigkeit, Gastfreundschaft und tiefes Wissen. Er verkörperte Ruhe, Weisheit und Herzensgüte. Er unterstützte Bedürftige, stärkte die Gemeinschaft und brachte Frieden in Konflikte. Er war ein Gelehrter, der Fragen zu Glauben, Ethik und Spiritualität mit Sanftheit beantwortete und Menschen mit Worten statt mit Macht führte.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Ali Rıza stand für Mitgefühl, Weisheit, Menschlichkeit und spirituelle Schönheit. Für Jugendliche zeigt er, dass wahre Stärke darin liegt, andere zu trösten, zu bilden und zu helfen. Seine Persönlichkeit war liebevoll, geduldig, klar im Denken und rein im Herzen. Für Aleviten ist er der Imam, der Licht, Wärme und Hoffnung schenkt und den Glauben mit Sanftmut erhellt.

Wer war er

Imam Muhammed Taki war der neunte Imam und übernahm das Imamet in sehr jungem Alter. Viele wunderten sich, wie ein Jugendlicher ein großes geistiges Amt tragen sollte. Doch sein Wissen, seine Weisheit und sein Charakter überzeugten selbst gelehrte Gegner. Er lebte in einer Zeit politischer Kontrolle durch die Abbasiden und war ständig Beobachtung und Druck ausgesetzt. Trotzdem verbreitete er das Wissen der Ahl i Beyt und führte die Gemeinschaft mit Klarheit und Besonnenheit.

Was machte ihn aus

Imam Muhammed Taki war für seine Intelligenz, sein tiefes Verständnis und seine Fähigkeit bekannt, schwierige Fragen ruhig und klar zu beantworten. Gelehrte und Herrscher versuchten, ihn öffentlich herauszufordern, doch er übertraf sie in Wissen und Weisheit. Seine Haltung war respektvoll, aber bestimmt. Er zeigte, dass Reife nicht vom Alter kommt, sondern vom Herzen, vom Geist und von göttlicher Führung.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Muhammed Taki stand für Reinheit, klares Denken, Verantwortungsbewusstsein und moralische Stärke. Für Jugendliche ist er ein Vorbild dafür, dass man auch als junger Mensch weise, selbstbewusst und respektvoll sein kann. Seine Persönlichkeit war freundlich, bescheiden, wissend und aufrichtig. Für Aleviten ist er der Imam, der zeigt, dass das Licht des Glaubens schon in jungen Jahren hell leuchten kann.

Wer war er

Imam Ali Naki war der zehnte Imam und lebte in einer Zeit, in der die Abbasidenherrscher die Ahl i Beyt weiterhin streng überwachten. Er wurde aus Medine nach Samarra gebracht und musste dort unter Beobachtung leben. Sein Leben war geprägt von Einschränkungen, Kontrolle und politischem Druck. Trotzdem bewahrte er das Imamet, verbreitete Wissen im Verborgenen und stärkte die Gläubigen, ohne sich den Herrschern zu unterwerfen.

Was machte ihn aus

Imam Ali Naki war für seine Reinheit, seinen starken Glauben und sein würdiges Auftreten bekannt. Trotz ständiger Überwachung blieb er standhaft und ließ sich in seiner spirituellen Haltung nicht brechen. Er zeigte Mut ohne Gewalt, Weisheit ohne Machtmittel und Führung ohne politische Position. Er lehrte seine Gemeinschaft, wie man seinen Weg geht, auch wenn die äußeren Umstände schwierig sind.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Ali Naki stand für Aufrichtigkeit, Mut, spirituelle Klarheit und Treue zu Gott. Für Jugendliche zeigt er, dass man auch in widrigen Situationen sich selbst treu bleiben kann. Seine Persönlichkeit war ruhig, tief spirituell, geduldig und voller innerer Stärke. Für Aleviten ist er der Imam, der Reinheit verkörperte und trotz Druck das Licht des Glaubens bewahrte.

Wer war er

Imam Hasan ül Askeri war der elfte Imam und lebte unter dauernder Kontrolle der abbasidischen Herrscher. Er musste in Samarra unter militärischer Aufsicht leben, weshalb er den Titel Askeri erhielt. Die Regierung versuchte, seinen Einfluss zu unterbinden, indem sie ihn isolierte und den Kontakt zu seinen Anhängern erschwerte. Trotzdem führte er das Imamet fort und sorgte dafür, dass das Wissen der Ahl i Beyt weitergegeben wurde.

Was machte ihn aus

Imam Hasan ül Askeri war bekannt für Klugheit, Vorsicht, innere Stärke und sein Verantwortungsgefühl gegenüber der Gemeinschaft. Er wirkte im Verborgenen, stärkte die Gläubigen im Geheimen und schützte sie vor Verfolgung. Seine Haltung zeigte Weitsicht und Geduld in einer Zeit der Kontrolle und politischen Bedrohung.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Hasan ül Askeri stand für Ausdauer, Weisheit, Schutz des Glaubens und stille Entschlossenheit. Für Jugendliche zeigt er, dass man auch dann treu und stark bleiben kann, wenn man eingeschränkt oder ungerecht behandelt wird. Seine Persönlichkeit war bescheiden, bedacht, gütig und entschlossen. Für Aleviten ist er der Imam, der das Licht des Imamets behütete, bis sein Sohn Mehdi geboren wurde.

Wer war er

Imam Muhammed Mehdi ist der zwölfte Imam und wurde in einer Zeit geboren, in der die abbasidischen Herrscher versuchten, die Nachkommen der Ahl i Beyt auszulöschen. Seine Geburt wurde verborgen gehalten, damit er geschützt blieb. Nach dem Tod seines Vaters trat er das Imamet an, doch um sein Leben zu bewahren, blieb er verborgen. Damit endete die sichtbare Reihe der Imame, aber nicht ihre spirituelle Führung.

Was machte ihn aus

Imam Muhammed Mehdi wurde nicht ermordet wie viele seiner Vorfahren. Stattdessen wurde er vor den Unterdrückern verborgen. Diese Verborgenheit bedeutet nicht Abwesenheit, sondern Schutz. Er war der Imam, der nicht ausgelöscht werden konnte und dessen Linie niemals endete. Dies machte ihn zu einer besonderen Gestalt in der Geschichte der Aleviten.

Wofür stand er und seine Persönlichkeit

Imam Mehdi steht für Hoffnung, Gerechtigkeit, Erlösung und das Kommen einer Welt ohne Unterdrückung. Für Jugendliche ist er ein Symbol dafür, dass kein Unrecht ewig bleibt und dass jeder Mensch Teil der Veränderung sein kann. Seine Persönlichkeit wird als gerecht, mutig, rein und spirituell beschrieben. Für Aleviten ist er nicht ein Herrscher der Zukunft, sondern ein Auftrag im Heute: für Wahrheit, Freiheit und Menschlichkeit einzustehen.

Imam bedeutet:

Ein Wegführer, der über außergewöhnliche Tugenden, Wissen, spirituelle Fähigkeiten und Nähe zu den Geheimnissen Gottes verfügt.

Die Aufgabe der Imame ist es, die Menschen durch Wissen und Erkenntnis zu leiten und sie zu reifen, gebildeten Menschen zu machen.